Enaktive Traumatherapie in Iserlohn

Enaktive Traumatherapie nach Ellert Nijenhuis

Nach belastenden oder traumatischen Erfahrungen kann das Gefühl entstehen, dass verschiedene Seiten in einem ganz unterschiedliche Bedürfnisse oder Reaktionen haben. Während ein Teil den Alltag möglichst gut bewältigen möchte, reagieren andere innere Anteile vielleicht mit Angst, Rückzug oder einem starken Gefühl von Überforderung. Das kann sich anfühlen, als stünden diese Seiten miteinander im Konflikt.

Innere Anteile und dissoziative Symptome besser verstehen

Die Enaktive Traumatherapie nach Ellert Nijenhuis wurde insbesondere für Menschen mit komplexen Traumafolgestörungen und dissoziativen Symptomen entwickelt. Im Rahmen der Psychotherapie für Erwachsene hilft sie dabei, diese unterschiedlichen Erlebensweisen besser zu verstehen und ihre Zusammenhänge behutsam zu erkennen.

Sicherheit und neue Handlungsmöglichkeiten in der enaktiven Traumatherapie

Mir ist dabei wichtig, einen sicheren Rahmen zu schaffen, in dem neue Erfahrungen möglich werden. Belastende Reaktionen werden nicht bewertet oder bekämpft, sondern mit Neugier und Achtsamkeit betrachtet. Schritt für Schritt können innere Anteile wieder miteinander in Kontakt kommen, neue Handlungsmöglichkeiten entstehen und traumatische Erfahrungen ihren Platz in der eigenen Lebensgeschichte finden.


Häufige Fragen zur Enaktiven Traumatherapie

Mit inneren Anteilen können unterschiedliche Erlebensweisen, Gefühle und Reaktionen beschrieben werden, die in bestimmten Situationen stärker in den Vordergrund treten. Vielleicht gibt es eine Seite, die den Alltag gut bewältigt, während eine andere sehr ängstlich, verletzlich oder zurückgezogen reagiert. Der Begriff kann dabei helfen, solche Unterschiede im eigenen Erleben besser wahrzunehmen und zu verstehen, ohne sie vorschnell zu bewerten.

Nein. Viele Menschen erleben in sich unterschiedliche oder sogar widersprüchliche Seiten – das bedeutet nicht automatisch, verschiedene Persönlichkeiten zu haben. Wie solche Erfahrungen einzuordnen sind, kann sehr unterschiedlich sein. Gerade wenn innere Zustände als stark voneinander getrennt erlebt werden oder Erinnerungslücken und andere dissoziative Symptome auftreten, ist eine sorgfältige diagnostische Abklärung wichtig.

Dissoziative Reaktionen können sehr unterschiedlich erlebt werden. Manche Menschen fühlen sich beispielsweise zeitweise von ihren Gefühlen, ihrem Körper oder ihrer Umgebung entfernt. Andere erleben bestimmte Situationen wie unwirklich oder fühlen sich innerlich nicht richtig anwesend. Auch unterschiedliche innere Zustände können als wenig miteinander verbunden erlebt werden. Ob solche Erfahrungen im Einzelfall als dissoziative Symptome einzuordnen sind, lässt sich jedoch nicht anhand einzelner Erlebnisse beurteilen.

Reaktionen wie Angst, Rückzug oder starke Anspannung können mit Erfahrungen verbunden sein, in denen sie einmal eine schützende Funktion hatten. Manchmal werden solche Reaktionen später auch in Situationen ausgelöst, in denen die ursprüngliche Gefahr nicht mehr besteht. In der Therapie kann es darum gehen, diese Reaktionen nicht als Gegner zu betrachten, sondern ihre Bedeutung und ihre Auslöser besser zu verstehen. So kann nach und nach mehr Orientierung im eigenen Erleben entstehen.

Nicht alles muss sofort erzählt oder im Detail erinnert werden. Gerade bei komplexen traumatischen Erfahrungen ist mir ein behutsames Vorgehen wichtig. Sie entscheiden, wann Sie wie viel berichten möchten. Zu Beginn steht oft im Vordergrund, gegenwärtige Reaktionen besser zu verstehen und Vertrauen im therapeutischen Prozess aufzubauen. Was im weiteren Verlauf wie aufgegriffen wird, richtet sich nach Ihrer persönlichen Situation und Ihrem Tempo.